Friday, March 27, 2015

Schweizermeisterschaften Kandersteg

Guten Morgen

Vergangenes Wochenende waren wir beide in Kandersteg, wo der zweite Teil der Schweizermeisterschaften auf dem Programm stand. Vor uns lagen 3 Renntage, bestehend aus dem Sprint in der klassischen Technik am Freitag, den 30km in der klassischen Technik am Samstag und dem Team-Sprint in der skating Technik am Sonntag. Somit war für genügend Action gesorgt ;-)
Trotz knapper Schneelage und ausgiebigen Regenfällen am Samstag gaben die Organisatoren alles und machten es möglich alle Wettkämpfe durchzuführen - vielen Dank!
Wir dürfen wirklich auf ein sehr erfolgreiches Wochenende zurückschauen, denn wir haben zusammen 6 Medaillen geholt :-)


Im Sprint vom Freitag sicherte sich Laurien den Schweizermeistertitel und Tatjana wurde Vize-Schweizermeisterin.
Laurien unterwegs zu Gold :-) !
Sprint Podest: Täz: Silber, Lau: Gold, Nathalie von Siebenthal: Bronze
Über die harten 30km am Samstag erkämpfte sich Laurien dann den Vize-Schweizermeistertitel und Tatjana sicherte sich Bronze.

Täz unterwegs zu Bronze über 30km (Foto:Edi Zihlmann) 
Podest 30km: Lau:Silber, Nicole Donzallaz: Gold, Täz: Bronze (Foto: Edi Zihlmann)
Beim letzten Wettkampf, dem Team-Sprint, konnten wir nicht zusammen laufen, da wir unterschiedlichen Ski-Clubs angehören. Laurien lief zusammen mit Ursina Badilatti für TG Hütten zur Gold- und Tatjana zusammen mit Livia Ambühl für den Ski Club Davos zur Silbermedaille...

Lau im Team-Sprint für TG Hütten (Foto: Edi Zihlmann)
Silber: Täz und Livia Ambühl SC Davos, Gold: Lau und Ursina Badilatti TG Hütten, Bronze: Claudia Schmid und Nadine Fähndrich SC Horw (Foto: Edi Zihlmann)
Täz unterwegs für den Ski Club Davos (Foto: Edi Zihlmann)
Morgen wird Tatjana noch nach Langis reisen, wo der letzte Sprint der Saison stattfinden wird und danach ist die Rennsaison beendet. Laurien's Saison ist bereits beendet, sie wird im April noch an einem Einladungs-Sprint teilnehmen...
Update folgt, bis dann
eure Täz und Lau


Sunday, March 15, 2015

Slowakei - Schweiz - Estland - Schweiz

Hallihallo ihr Lieben

Es ist schon etwas länger her seit meinem letzten Bericht...
Nach der Universiade in der Slowakei war ich zuerst ein paar Tage krank und lag wie so viele Andere mit einer Erkältung im Bett.
Ich erholte mich gut und ein paar Tage später fuhr ich nach Campra zum Continental-Cup. Im dortigen skating Sprint lief es mir überhaupt nicht gut. Ich hatte schon die ganze Saison Schwierigkeiten mit der skating-Technik und spüre dort die Folgen von meinem langen Trainingsausfall vom vergangenen Sommer. Dass ich so lange meine Beine nicht richtig brauchen konnte macht sich gerade beim Skaten extrem bemerkbar...
Dafür läuft es in der klassichen-Technik entsprechend besser und deshalb hatte ich mich dazu entschieden nach Estland zu fliegen um dort nochmals bei einem Sprint in der klassischen Technik starten zu können. Nach meinem 5.Rang im Continental-Cup in Oberwiesenthal vom vergangenen Januar wollte ich dort im Skandinavien-Cup eine erneute Standortbestimmung gegen ein sehr starkes skandinavisches Startfeld machen. Es gab sogar Athletinnen, welche direkt aus dem Finale vom klassisch Sprint an den Weltmeisterschaften zu diesem Skandinavien-Cup fuhren. Somit war für genügend Action gesorgt ;-)
Es war sehr spannend und aufregend, da dieser Trip ganz auf eigene Faust erfolgte und ich nur zusammen mit Teamkollege Philipp Spiess diese Reise in Angriff nahm. Schon kurz nach unserer Ankunft in Joulumäe stach uns der riesige Wax-Truck der Norweger ins Auge und wir mussten doch ein wenig schmunzeln als wir unsere eigene, leere, Wachskabine betraten...  ;-) Es galt mit wenig oder besser gesagt fast nichts, das Beste rauszuholen.
Für den Renntag selbst hatten wir Hilfe von einem Servicemann aus Estland bekommen, welcher jedoch ganz alleine auf sich gestellt war und es war dementsprechend äusserst schwierig mit dem Material mithalten zu können. Dies vor allem, weil die Bedingungen auf der Strecke immer wieder änderten auf Grund von reingeworfenen Chemikalien.
Trotzdem gelang mir ein sehr guter Prolog und ich war mit meiner Zeit bei den Leuten.


Danach wurde es etwas hektisch. Als Athletin ohne Betreuer musste ich nun zur Mannschaftsführer Sitzung, welche unmittelbar vor den 1/4-Finals stattfand. Zur gleichen Zeit wurde die Strecke erneut "behandelt" und es blieb mir keine Zeit mehr für irgendwelche Anpassungen meiner Skis. Somit stand ich mit dem gleichen Paar Skis wie im Prolog am Start von meinem 1/4 Final und musste leider nach den ersten Metern feststellen, dass sie bei den veränderten Bedingungen überhaupt keinen Halt mehr hatten und so musste ich diesen Lauf gezwungenermassen mit Klister-Skis durchschieben und schied als 4-te meines Laufs aus.
die Loipe im Wald von Joulumäe
letzte Vorbereitungen - Danke an Power Beef für die coolen Kleider!
Ich und  Piret Pormeister
Die "Aussicht" von unsere Wax-Kabine auf die gelbe Loipe und den norwegischen Wax-Truck
Unsere Wax-Kabine von innen :-) 



Vor dem Heimflug noch ein kleiner Zwischenstopp am Meer...

Am nächsten Tag beim skating Sprint waren wir ganz ohne jegliche Hilfe am Start und leider funktionierten unsere Skis, welche vorzeitig präpariert worden waren, überhaupt nicht. Dies führte zusammen mit meiner schlechten skating Form dazu, dass ich chancenlos blieb...
Trotzdem tratt ich die Heimreise nicht enttäuscht an. Meine Leistung im klassisch Prolog zeigte mir, dass ich nach dem letzten schwierigen Jahr definitiv wieder auf dem Weg zurück bin und dieses Ergebnis gibt mir Motivation für das bevorstehende Sommertraining. Ich freue mich schon sehr auf die Vorbereitung der nächsten Saison da ich nun, wo die Verletzung verheilt ist und ich gesund bin, endlich wieder mit einer konkurrenzfähigen Vorbereitung an den Start gehen möchte um zu sehen was wirklich möglich ist...
Nach meiner Rückkehr und der Mithilfe am ersten Laurien-Nordic-Day, welcher ein grosser Erfolg war, fuhr ich ins schöne Engadin. Dort stand im Zusammenhang mit dem Engadiner-Skimarathon am Freitag davor der Engadiner Nachtsprint auf dem Programm. Und bei diesem hatte ich auch zum ersten Mal in dieser Saison ein gutes Gefühl beim Skaten.
Nach dem Prolog und den absolvierten Final-Läufen resultierte für mich der zweite Schlussrang hinter Lucia Anger aus Deutschland und vor Holly Brooks aus Amerika :-)



Da ich mich kurz vor der Anreise noch dazu entschieden habe am Marathon ebenfalls an den Start zu gehen, blieb ich nach dem Sprint gleich in St.Moritz, wo ich am nächsten Tag zusammen mit dem Rossignol-Team und Swiss-Ski die Vorbereitung für den Marathon absolvierte.
Für den Marathon habe ich mir nichts speziell vorgenommen. Nach dem letzten Jahr mit so vielen Turbulenzen und so viel verpassten Trainingsmonaten war es für mich schwierig meine Form auf eine solche Distanz einzuschätzen. Ich versuchte mich einfach auf einen guten Rhythmus zu konzentrieren und mein eigenes Tempo zu gehen.
Gleich nach dem Start ging es schon zu und her wie im "Krieg" und ich musste mich über den halben Silsersee mit einem gebrochenen Stock durchschlagen. Trotzdem hatte ich Glück im Unglück und bekam danach von Hitsch und Gerry meinen eigenen Ersatzstock :-) Überhaupt war die Betreuung, welche vom Rossignol-Team und Swiss-Ski zusammen organisiert war, einfach genial. Mit super Skis unter den Füssen und einer perfekt abgestimmten Betreuung auf der ganzen Strecke mit Stockposten und Verpflegungsposten war es mir möglich ein besseres Rennen als ich persönlich erwartet hätte zu laufen. Mit meinem 11.Schlussrang war ich sehr zufrieden und wenn ich mir vorstelle, wo ich zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr vorher war, bin ich einfach nur glücklich, dass ich wieder schmerzfrei so lange Wettkämpfe laufen kann!
Laurien war zur gleichen Zeit in Lahti und nun am vergangenen Mittwoch noch beim Weltcup in Drammen. Ein Bericht darüber folgt dann noch von ihr... Sie hat den Sprint-Gesamtweltcup erneut in den Top 10 beendet - einfach nur genial!!! :-) :-) :-)
Nun steht bei uns seit langem wieder das gleiche Programm an und wir werden nächste Woche beide an die Schweizer-Meisterschaften nach Kandersteg reisen, bevor wir dann 4 Tage zusammen "verduften" :-) Wir haben uns ins dieser Saison sehr wenig gesehen, da wir unterschiedliche Wettkampfprogramme hatten und deshalb freuen wir uns auf ein paar Tage only Lau und Täz :) !
Update folgt wie immer....früher oder später ;-)....
bis dann und einen schönen Sonntag,
Täz








Friday, March 6, 2015

1. Laurien Nordic Day

Am letzten Wochenende wurde der erste  Cornèrcard Laurien Nordic Day auf der Lenzerheide lanciert, ein rundum gelungener Tag, den ich zusammen mit rund 60 Teilnehmern aus der ganzen Schweiz verbringen durfte.
Mit über 600 Anmeldungen wurden unsere Erwartungen im Vorfeld weit übertroffen und ich freute mich riesig den Tag zusammen mit den rund 20 geladen Gästen und den 40 Gewinnern der Auslosung zu verbringen. 

Beim Frühstück im Hotel Schweizerhof wurden die Gruppen in die verschiedenen Stärkeklassen eingeteilt, sowie eine Gruppe für die Anfänger und die klassisch Läufer gebildet. Gut gestärkt ging es dann ins Morgenprogramm, dem  „Technikblock „ , wo alle Teilnehmer an fünf verschiedenen Posten diverse Technikelemente lernten. Sei dies nun das  Gleichgewicht, die richtige Abfahrts-Bein- und Armtechnik oder wie man am schnellsten den Berg hinaufläuft. Es war toll zu sehen wie alle Gruppen innerhalb kurzer Zeit beachtliche Fortschritte machten, sei dies nun durch die grosse Erfahrung der vielen Guides, die mir an diesem Tag zu Seite standen, oder durch den plötzlich aufkommenden Mut, ja einfach dem schlichten Versuch etwas Neues auszuprobieren. 
Jedenfalls war es für mich sehr eindrücklich.

Am Nachmittag ging es dann hinunter ins Golfrestaurant wo uns die verdiente Mittagspause erwartete und während  sich alle Teilnehmer das Dessert zu Gemüte zogen hielt ich zusammen mit meinem Coach, Christoph Schmid, noch ein kurzer Referat über eine mögliche Vorbereitung auf den Engadiner Skimarathon und dem Training allgemein.
Voller Tatendrang das Gelernte umzusetzen ging es dann am Nachmittag wiederum auf die Loipe, wo wir bei strahlenden Sonnenschein verschiedene Touren in Angriff nahmen, für die Anfänger gab es noch ein paar wertvolle Momente auf den Skier und die erfahrenen Läufer drehten mit ihren Guides einige Runden im Biathlonstadion oder es ging auf die Rennloipe.

Hier ein paar Eindrücke , mehr Bilder findet ihr unter : 



















Beim anschliessenden Apéro liessen wir den Tag ausklingen, so dass alle Teilnehmer, müde aber mit vielen neuen Inputs, Erfahrungen und mit viel Freude nach Hause gefahren sind.

An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzliche bei allen bedanken die diesen Anlass möglich gemacht haben. An erster Stelle bei Cornèrcard, für die Möglichkeit und die tolle Organisation, bei Karin für die grosse Hilfe und bei den Guides, Philipp, Tatjana, Ursina, Julia, Thomas, Heinz, Simon und Andreas , vielen Dank für euren grossen Einsatz! Ebenfalls ein herzliches Dankeschön an die Teilnehmer es hat riesig Spass gemacht.

Merci!!!!!


So ab morgen gilt es für mich wieder Ernst, die letzten zwei Weltcupwettkämpfe stehen an, morgen, hier in Lahti (FIN)  ein skating Sprint und dann am Mittwoch noch ein klassisch Sprint in Drammen (NOR). Ich hoffe die Saison noch mit guten Resultaten abschliessen zu können und meinen Top 10 Platz in der Sprint- Gesamtwertung zu verteidigen.

Tatjana starten heute am Sprint, der jeweils vor dem Engadiner stattfindet, bevor sie dann am Sonntag die 42km in Angriff nimmt, allen Teilnehmern viel viel Glück und Spass!!!!

Liebe Grüsse


Laurien

Friday, February 27, 2015

WM in Falun

Während in diesen Tagen die letzten Wettkämpfe an den Weltmeisterschaften in Falun ausgetragen werden und ich mit meinen Teamkollegen vor dem TV mitfiebere, lasse ich meine Gedanken an meine zwei Wettkämpfe in Schweden zurück schweifen.

Los ging es für mich am letzten Donnerstag mit dem Sprint in der klassischen Technik. Wie ihr wisst, bin ich in der klassischen Technik schwächer als im skating,  deswegen waren meine Erwartung auf einen Topplatzierung eher gering. Ich habe in den letzten Monaten sehr viel und hart an der Technik gefeilt, doch fehlt mir die Konstanz, ja die Sicherheit um wirklich voll laufen zu können, ich muss mich während eines Wettkampfes so auf die Technik konzentrieren, dass ich nicht im Stande bin 100% Gas zu geben, wie es mir im Skating möglich ist. Aber ich bin zuversichtlich, dass ich dieses Problem vielleicht schon im nächsten Jahr in den Griff bekomme.
Den Erwartungen entsprechend verlief dann auch der Sprintwettkampf, als 23te qualifizierte ich mich zwar gut für die Viertelfinals, dort schied ich aber ohne Chancen eine Runde weiter zu kommen aus. Schlussendlich resultierte ein 27ter Platz, nicht gerade ein erfreulicher Rang, aber vor zwei Jahren wäre ich auf einer so anspruchsvollen Strecke wahrscheinlich nicht einmal weitergekommen, also kann ich doch etwas positives sehen, aber es liegt noch harte Arbeit vor mir.

Hier noch einige Eindrücke von den Weltmeisterschaften (Danke Andreas Rösler,  Anatolii Tsymalov für die Fotos ) 


Während der Qualifikation



Viertelfinale

Ueli Schnider auf dem Weg zu seinem super 8ten Platz!

Nach zwei Tagen mit Erholung und Skitesten, freute ich mich riesig auf den Teamsprint, den ich zusammen mit Seraina Boner bestreiten durfte. Das klare Ziel war der Einzug ins Finale. Vor einer fantastischen Kulisse, mit tausenden von Fans, war die Motivation eine Runde weiter zu kommen umso grösser. So kämpften wir um jede Sekunde und  qualifizierten uns erfreulicherweise locker über die Zeit für das grosse Finale. Dort war uns bewusst, dass wir um ganz vorne mitlaufen zu können zu wenig stark sind, aber ein Platz unter den ersten 8 durchaus möglich ist. Die Wechsel verliefen immer gut und wir konnten mit der Verfolgergruppe gut mithalten, sodass schlussendlich ein für uns zufrieden stellender siebter Rang resultierte. Danke Seraina für das tolle Erlebnis.

Bilder vom Teamsprint: 

Seraina im Finale

Die Wechselzone 

Super Kulisse








Auch möchte ich mich ganz herzlich bei unseren Serviceleuten bedanken, Andrej, Sergio, Pascal C. , Jakob, Marco und Pascal J, unsere Ski waren fantastisch und ebenfalls herzlichen Dank an Gerry und Lars für die super neuen Strukturen! Vielen lieben Dank!

Hier noch ein paar Beiträge aus den Medien: 

Interview nach dem Sprint: 

Beitrag zum Teamsprint: 

Es stehen noch zwei Weltcuprennen an eines nächsten Samstag in Lahti und das Andere am Mittwoch darauf in Drammen, ich freue mich auf diese letzten Herausforderungen und hoffe, dass ich meinen Top 10 Platz im Sprintgesamtweltcup halten kann.

Vielen Dank fürs Daumen drücken und alle lieben und motivierenden Nachrichten, ich schätze es sehr.

Liebe Grüsse und ich wünsche euch ein schönes Wochenende ,


Laurien