Saturday, April 23, 2016

Saisonrückblick .... 95% ist nicht gleich 100% ....

--> Nach einigen Tagen Erholung in der Wärme und wieder voller Energie um ein weiteres Jahr mit vielen Herausforderung in Angriff zu nehmen, blicke ich nochmals zurück auf die vergangen Monaten, auf die Saison 15/16.

Kurz zusammengefasst, war die letzte Wettkampfsaison eher eine Schwache,  ich konnte zwar 5mal in die Top 15 laufen, doch dies genügt meinen Ansprüchen nicht , sodass ich überhaupt nicht zufrieden mit meinen Leistungen die Saison beenden musste.

Die Vorbereitungen auf die Wettkämpfe liefen super, wenn nicht so gut wie noch nie, ich konnte überall Fortschritte verzeichnen und war zuversichtlich und bereit. So startete ich gut in den ersten Wettkampf und klassierte mich in den Top 15 in Kuusamo, dies in einem klassischen Sprint, auf einer Strecke die ich noch nie bezwingen konnte, somit war ich topmotiviert die Saison so richtig zu lancieren.

Doch leider machte mir mein Immunsystem einen Strich durch die Rechnung einige Tage vor dem Weltcup Davos erwischte ich eine Erkältung, ich konnte zwar an den Start gehen und erreichte einen passablen 13ten Rang , doch ich merkte, dass mir einige Körner fehlten die zu mindestens einem Halbfinal- Einzug gereicht hätten.
Der Weltcup in Toblach und die Tour de Ski auf der Lenzerheide liefen in etwa gleich ab, sie waren okay, aber ich wollte und konnte eigentlich mehr.
So war ich froh, dass ich vor dem Weltcup in Planica meinem Körper einige Tage Erholung schenken konnte und ich merkte, wie langsam die Energie zurückkam.

So lief ich in Slowenien besser, wieder angriffiger und mit mehr „Speed“,  schlussendlich resultierte ein 9ter Rang, mein bestes Saisonergebnis, doch ganz zufrieden war ich damit auch nicht, an diesem Tag wäre deutlich mehr drin gelegen, doch war ich froh, wieder 100% gesund zu sein und mich auf dem aufsteigenden Ast zu befinden.

Doch genau 5 Tagen vor meinem nächsten Einsatz, geschah genau mein „worst case scenario“  ich wurde wieder krank, eine Grippe hatte mich erwischt und ich lag mit 38 Grad Fieber im Bett. Ich konnte und wollte es nicht wahrhaben, dass ich wieder krank war.
So lässt sich der Rest der Saison leider kurz zusammenfassen, die Luft war draussen, mein Körper brauchte zuviel Energie um Gesund zu werden, so dass ich überhaupt nicht mehr auf Touren kam. Im Training ging es immer einigermassen gut,  aber sobald ich 100% geben musste, kam einfach nichts mehr. Ich habe es wirklich versucht und gekämpft aber leider musste ich dann einsehen, dass es keinen Sinn mehr machte und somit beendete ich die Saison vorzeitig.

Trotzdem habe ich und dies ist ein wichtiger Punkt für mich, wiederum sehr viel gelernt und kann auch sehr viel für die nächsten Jahre mitnehmen. Ich bin bewusst in der Vorbereitung viel Risiko eingegangen, habe am Limit trainiert und viele Fortschritte gemacht. Es war wahrscheinlich das letzte Jahr in meiner Karriere wo ich nochmals soviel Risiko nehmen konnte, soviel „rumexperimentieren“ konnte, denn nun folgen 3 Jahre mit Grossanlässen.
Ich habe unglaublich viel über meinen Körper gelernt und weiss nun wo meine Grenzen liegen , auch meine Entscheidungsgrundlage, wenn ich einen Wettkampf bestreite oder nicht, habe ich nun ganz genau festgelegt, wenn ich nicht 100% fit bin, dann muss ich es gar nicht versuchen, denn auf diesem Niveau reichen 95% definitiv nicht aus.

So kann ich doch mit einem weinenden und mit einem lachenden Auge zurückblicken und freue mich, dass es bald wieder mit dem Training losgeht. 

Hier noch ein paar Impressionen: 
Sonne in Davos.... die Freude am Sport bleibt doch immer !

WC in Planica


WC in Montreal  vor ungewohnter aber spektakulärer Kulisse


Funny Shooting in Davos :-)

WC in Toblach, hier hinter der Leadering Johaug

Immer wieder imposant, Tour de Ski auf der Lenzerheide vor überwältigem Publikum

Ich möchte mich bei allen, bei meiner Familie, Freunde, Sponsoren und bei euch Lesern ganz herzlich für die Unterstützung und Treue bedanken! Vielen lieben Dank!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende, 
Eure Laurien




Monday, April 4, 2016

Update Tatjana...

Es ist schon ziemlich lange her seit unserem letzten Bericht und für unsere Abwesenheit auf dem Blogg möchten wir uns bei euch entschuldigen...
Nichts desto trotz kommen nun doch noch Updates von mir und später von Laurien wo ihr erfährt, was seit unserer Reise nach Stockholm geschehen ist ;-)
Nach der Heimreise von meinem Sieg im Continental-Cup in Campra spürte ich, dass das viele Herumreisen, sich immer wieder von neuem qualifizieren und der harte Trainingsblock, welchen ich zwischen Dezember und Januar eingelegt hatte, langsam bemerkbar machten.
Ich war müde und meine Erholung funktionierte nicht mehr so schnell, wie ich es gerne gehabt hätte. Doch ich hatte nicht viel Zeit darüber nachzudenken, denn schon wenige Tage später sass ich im Flieger nach Stockholm und freute mich auf meinen nächsten Weltucp-Einsatz :) Es gelang mir ein solides Rennen, trotzdem reichte es mir nicht für die Final-Qualifikation und ich musste die Heimreise mit einer Enttäuschung im Gepäck antreten...
     
Unterwegs im Prolog in Stockholm (nordicfokus)




Dank meinem guten Weltcup-Rennen in Planica hatte ich mich noch für den Weltcup Sprint in Lahti (Finnland) qualifiziert. Deshalb versuchte ich mich in der kurzen Zeit zwischen Stockholm und Laht so gut wie möglich wieder "aufzupäppeln" und irgendwie die Müdigkeit aus den Knochen zu bekommen.
In Lahti angekommen fühlte ich mich in der Wettkampfvorbereitung gut und war zuversichtlich für den Wettkampf am darauffolgenden Tag. Leider war es aus schweizer Sicht kein guter Tag für das Damen Team (Heidi Widmer, Laurien und ich), denn im Ziel fanden wir uns alle gemeinsam vor der Anzeigetafel wieder und mussten feststellen, dass wir die Qualifikation nicht überstanden hatten. Woran es genau gelgen hat ist immer schwierig zu sagen, aber die Enttäuschung bei uns allen war gross...
Laurien, Heidi und ich am Tag vor dem Rennen...

unterwegs im Prolog in Lahti (nordicfokus)
Ebenfalls am Tag vor dem Rennen ;-)
Da die Weltcup-Serie in Europa nach Lahti zu Ende war galt es für mich meine Renneinsätze für den Abschluss der Saison zu planen.
10 Tage vor dem Start des berühmten Vasaloppet bekam ich die Möglichkeit auf einen Startplatz in einem Langdistanz-Team (Team XCalibur) und nach kurzer Überlegung habe ich beschlossen, diese Herausforderung anzunehmen. Ein Rennen über 90km war definitv eine ganz andere Belastung als ich es von der laufenden Saison her gewohnt war und ich war mir auch bewusst, dass es für eine "anständige" Vorbereitung auf den Vasaloppet zu spät war... ;-)
Gespannt und etwas nervös trat ich also die Reise nach Schweden an und es blieb auch nicht mehr allzu viel Zeit bis ich schon mit ziemlichem Respekt am Start stand. 
letzte Vorbereitungen auf den Vasalauf mit Rahel Imoberdorf
Der Tag davor... ;-)
Ich erwischte einen ziemlich schlechten Start und war bereits am ersten Anstieg schon in der Masse blockiert. Die ersten 30km gestalteten sich ziemlich mühsam, doch als die ersten Läufer langsam etwas müde wurden, war es plötzlich ruhiger im Feld um mich herum und ich konnte langsam aber sicher meinen eigenen Rhythmus laufen...
Die nächsten Kilometer flogen ziemlich schnell vorbei und rein energetisch fühlte ich mich sehr gut. Da ich aber sehr grossen Respekt vor den 90km langen Strecke hatte und mir auch bewusst war, dass meine Vorbereitung daraufhin nicht gut war, hielt ich mich etwas zurück und wollte meine "Körner" für die letzten 10km sparen...
Dies war eine gute Entscheidung denn als ich diese "Körner" dann einsetzen wollte, bekam ich Muskelkrämpfe von der übleren Sorte. Ich hatte so starke Krämpfe und Schmerzen, dass ich zeitweise Angst bekam, dass ich das Ziel nicht erreichen werde...
Irgendwie kämpfte ich mich aber durch und erreichte am Schluss den 12.Rang, über welchen ich riesig erfreut und noch mehr überrascht war :-)
irgendwo auf der 90km langen Strecke zwischen Sälen und Mora..
Glücklich darüber endlich im Ziel zu sein...zusammen mit Seraina Boner (Rang 4)
Doch der Preis welchen ich für diesen Einsatz zahlte war hoch. Meine ganze Rückenmuskulatur war danach stark entzündet und die ersten 3 Tage konnte ich mich kaum mehr bücken und hatte starke Rückenschmerzen.
5 Tage später stand ich beim Sprint vom Engadin Skimarathon wieder im Einsatz und versuchte es irgendwie möglich zu machen. Nach dem Sieg im Prolog und der Quali für den Final war es dann aber leider im Final nicht mehr ganz so "prickelnd". Ich beendete den Sprint auf dem 5.Rang und musste Forfait für einen Start am Marathon geben. Die Schmerzen waren zu gross und nach dem Sprint war ich erneut unfähig mich zu bücken. Somit reiste ich nach Hause und begab mich in Behandlung.
unterwegs zum Sieg im Prolog
5.Schlussrang
Da es erneut nur wenige Tage bis zu den Schweizermeisterschaften waren, wusste ich nicht ob mein Rücken bis dahin wieder einsatzfähig sein würde... Die Physios und der Chiropraktiker gaben ihr bestes um meinen lädierten Rücken einigermassen "hinzubiegen" und die Entzündungen in den Griff zu bekommen.
Wirklich erholt hatte ich mich bei all den Turbulenzen seit dem Vasalauf auch nicht mehr, doch als mein Rücken zwei Tage vorher wieder einigermassen "beieinander" war, beschloss ich trotzdem an die Schweizermeisterschaften zu reisen.
Im Sprint endete ich auf dem 4. Rang und im Rennen über 30km auf dem 6.Rang. In der Staffel gelang mir die schnellste Tageszeit in der klassischen Ablösung und wir (Heidi Widmer, Simone Bürgler und ich) wurden am Schluss 2.
unterwegs im Sprint...
...beim 30km Rennen
...Das Sparenmoos liess vom Wetter und dem Panorama her keine Wünsche offen...
Siblermedaille in der Staffel mit Heidi und Simone
nochmals ein Bild vom 30er...
...unterwegs in der Staffel...
Ich hätte eigentlich noch ein weiteres Rennen eine Woche nach den Schweizermeisterschaften auf meinem Plan gehabt, doch nach diesen 3 Wettkämpfen war es Zeit meinem Körper die Ruhe zu geben, die er dringend benötigte...
Gemeinsam mit Laurien verbrachte ich noch ein paar Tage auf der Lenzerheide, wo wir erneut im Schweizerhof zu Gast sein durften. Neben ein paar ruhigen Einheiten auf den Skis stand noch der JO-Abschluss mit der JO Lenzerheide auf dem Programm.
Wie schon in den vergangenen zwei Jahren, waren wir auch dieses Jahr wieder mit dabei und es hat enorm viel Spass gemacht mit dieser bunt gemischten Truppe von motivierten, aufgestellten Kids einen coolen Nachmittag zu verbringen :-)
Vielen Dank an die JO-Lenzerheide für den tollen Nachmittag und an das ganze Schweizerhof-Team für die super Zeit auf der Heide...
Posieren mit einer richtig coolen Truppe :-)
Nun werden wir beide eine verdiente Pause machen, bevor es dann schon bald wieder mit den Vorbereitungen auf die nächste Saison losgeht... :-)
Wir werden uns bemühen wieder regelmässiger über unsere Langlauf-Leben zu berichten...
Vielen Dank für euer Interesse und fürs Mitfiebern, einen schönen Frühling und bis bald,
eure Tatjana



Tuesday, February 9, 2016

Stockholm next!

Hallihallo
Es ist wieder einiges an Zeit vergangen seit unserem Weltcup-Wochenende in Planica und wir schulden euch ein kurzes Update.
10 Tage nach unserer Rückkehr aus Slowenien stand für Tatjana ein Qualifikations-Wettkampf für den Weltcup in Drammen (Sprint klassisch) auf dem Programm. Sie fühlte sich gut und konnte sich durch einen guten Wettkampf diese Quali holen und sich für den Weltcup qualifizieren. Während Tatjana also dieses Quali-Rennen bestritt, erwischte Laurien leider eine fiebrige Erkältung und sie musste um die Reise nach Norwegen zittern. Sie kam jedoch mit einem "blauen Auge" davon und somit reiste vergangenen Dienstag Skilicious komplett in ihre ehemalige Wahlheimat Norwegen :-)...
Mit dem Wettkampftag selber sind wir aber beide nicht ganz zufrieden...Laurien spürte die Folgen ihres Infekts noch zu fest und kam nicht richtig auf Touren und Tatjana stellte sich mit einem kleinen Fehlgriff bei der Skiwahl wohl auch selbst noch ein wenig das Bein. Am Schluss resultierten der 38. und der 41. Schlussrang und wir mussten ohne Punkte wieder die Heimreise antreten.
Leider überstand an diesem Tag aus Schweizer Sicht nur Jovian Hediger die Qualifkation (Rang 11), doch auch für ihn war dann früher als erwartet nach dem 1/4-Finale Endstation.

Täz unterwegs im Prolog (Foto: A.Rösler)
(Foto: A.Rösler)
Leider war für uns alle nach dem Prolog Endstation: Anne Winkler, Denise Hermann, Täz und Lau
Lau unterwegs im Prolog (Foto: A.Rösler)
(Foto: A.Rösler)
 Somit traten wir also am Donnerstagmorgen die Heimreise an. Während Laurien und der Rest der Schweizer Equipe wieder nach Hause fuhren, packten Tatjana und Jöri Kindschi ihr Material in den Bus und fuhren direkt vom Flughafen zum Continentalcup in Campra. Dort fand am nächsten Morgen ein Sprint in der klassischen Technik statt.
Etwas müde von der Reise und mit einer Vorbereitung der etwas anderen Art stand Tatjana somit bereits am nächsten Morgen wieder an der Startlinie.
Und die Entscheidung nach Campra zu fahren erwies sich als eine gute Entscheidung: Tatjana erwischte einen super Tag und gewann Prolog, 1/4-, 1/2- und auch das Finale. Und mit diesem Sieg im Continentalcup konnte sie sich auch für den nächsten Weltcup Sprint in Stockholm qualifizieren :-)!

1/2-Finale
unterwegs im Finale
von links: Nadine Fähndrich, Täz und Julia Belger
...Und so werden wir morgen wieder gemeinsam nach Stockholm reisen. Der Sprint in der klassischen Technik findet am Donnerstag statt und wir werden alles geben um es dieses Mal besser zu machen als in Drammen...
Update folgt ;)
Bis bald,
Skilicious

Wednesday, January 20, 2016

Dobrodošli v Sloveniji :-)

Dobro jutro - guten Morgen

Wir sind wieder zu Hause im schönen und mittlerweile auch verschneiten Davos und es ist an der Zeit für ein Update über die vergangenen zwei Wochen.
Während Laurien im neuen Jahr den Weltcup auf der Lenzerheide bestritt, galt es für mich an meinem Prolog zu arbeiten um danach gut gerüstet nach Slowenien zum Conintentalcup fahren zu können.
Viele harte Einheiten haben wir zusammen bestritten und unter den kritischen Augen unseres Technikcoachs Andreas und unseres Coaches Christoph hartnäckig an diversen Dingen gearbeitet.
Somit konnte ich gut vorbereitet die Reise nach Planica (Slowenien) antreten.
Im Sprint gelang mir dann auch eine solide Qualifikation und ich spürte, dass ich bereits einiges des Gelernten umsetzen konnte und mich verbessert hatte. Da eine Woche später am gleichen Ort ein Weltcuprennen stattfand, war dieser Continentalcup bereits sehrt gut besetzt. Trotzdem konnte ich mich erneut bis in den Final hervorkämpfen und beendete das Rennnen auf dem 6.Platz.
Am Tag darauf stand ich ebenfalls beim 10km Rennen in der klassischen Technik am Start. Ich erwischte keinen guten Tag und hatte auch etwas Probleme mit meinem Material. Dass es während dem Rennen auch noch zu regnen begann, machte das ganze nicht unbedingt einfacher... ;-) Somit hiess es "Zähne zusammenbeissen" und sich durchkämpfen.
Ein paar Eindrücke vom Continentalcup Sprint in Planica (oben: Start Finallauf, unten:Halbfinale)
Dank meinem guten Rennen im Sprint bekam ich am Sonntag die freudige Nachricht, dass ich eine Chance im Weltcup am darauffolgenden Wochenende bekommen würde. Da es nicht gerade ein Katzensprung von Planica nach Davos ist, entschied ich mich dazu gleich dort zu bleiben und meine Vorbereitungen gleich am Ort des Geschehens zu machen.
Am Montag der letzten Woche regnete es über 30 Stunden ununterbrochen und verwandelte die schöne Winterlandschaft in eine braune, schneelose Umgebung. Glücklicherweise hielt sich der Kunstschnee sehr gut und das Wetter beruhigte sich und verwöhnte uns all die restlichen Tage mit wunderschönem Sonnenschein.

Mitte: Donnerstag, oben/unten: Montag nach dem Regen
Die wunderschöne Landschaft rund um Kranjska Gora und Planica
 Am letzten Donnerstag kam dann das Weltcupteam und somit auch Laurien nach Slowenien und "Skilicious" war endlich seit langem einmal wieder komplett :-) Wir freuten uns riesig endlich wieder gemeinsam im Weltcup am Start stehen zu können!
Gemeinsam mit Nadine Fähndrich und Heidi Widmer absolvierten wir noch die letzen Vorbereitungen bevor es dann am Samstag mit dem Sprint losging.
Der Service-Truck wo unsere Skis schnell gemacht wurden ;-)
Nadine Fähndrich, Heidi Widmer, Täz und Lau am Tag der letzten Vorbereitungen

Laurien gelang trotz leichter Schmerzen und Problemem mit ihrem Knie (welche sie seit Davos verspührte) eine sehr gute Qualifikation und sie lag nach dem Prolog auf dem 6. Rang. Für mich galt es nochmals einen "Zacken" zuzulegen, damit ich endlich wieder die Qualifikation der besten 30 überstand. Ich konzentrierte mich auf meine Aufgaben und konnte meinen Plan gut durchziehen. Im Ziel angekommen sah ich nirgends eine Zeit und wusste somit nicht, ob es gereicht hat oder nicht. Gerade als ich meine Skis abgezogen hatte, rannte Laurien auf mich zu und schrie ich sei 16.! Das war mit Abstand meine bisher beste Qualifikation!!!
Nachdem wir unsere Heats gewählt hatten (mittlerweile gibt es ja ein neues System, wo der Athlet je nach Prolog Rangierung selbst entscheidet in welchem Heat er starten wird) konzentrierten wir uns auf die Finalläufe. Laurien lief einen starken 1/4-Final und ihr gelang die Quali für den Halbfinal souverän!
Laurien unterwegs in den Finalläufen (nordicfokus)
Laurien unterwegs im Prolog (nordicfokus)
Ich hatte mir vorgenommen mutig und entschlossen zu laufen. Mir gelang ein besserer Start als ich eigentlich gedacht hatte und somit begab ich mich an erster Stelle laufend auf den ersten Drittel der Strecke, was nicht wirklich so geplant war. Prologsiegerin Astrid Jacobsen drückte danach aufs Tempo und ich versuchte drann zu bleiben. Schlussendlich war für mich dann im 1/4-Final Endstation und es Resultierte der 22. Schlussrang für mich. Mit meiner guten Quali und einigen wichtigen Erfahrungen im Heat (es gibt einiges, was ich beim nächsten Mal besser machen will) war ich mit diesem Tag sehr zufrieden und ich war froh, dass ich meine Chance nutzen konnte und mir mein Comeback endlich gelungen war :-) !
Mit knapp 50km/h ging es die erste Abfahrt hinunter...(nordicfokus)
kurz nach dem Start in meinem 1/4-Final (nordicfokus)
Schlusskurve... :) (nordicfokus)
Auch für alle anderen qualifizierten Schweizerinnen und Schweizer war im 1/4-Final leider Endstation und somit war Laurien unsere einzige Hoffnung auf eine Finalqualifikation.
Leider hat es knapp nicht gereicht für den Finaleinzug aber mit einem 9. Schlussrang gelang Laurien erneut ein Top 10 Ergebins! Sicher ein super Ergebins aber auch ein bisschen ärgerlich, wenn man weiss, dass definitv mehr drinn gelgen hätte. Nun gilt es das Knie wieder vollständig in Ordnung zu bringen um dann beim nächsten Einsatz wieder voll angreifen zu können, darum muss sie auch leider auf einen Einsatz am nächsten Wochenende in der Staffel verzichten, aber es ist nun wichtig, dass sie bald wieder schmerzfrei ist.

Regeneration nach dem Sprint ;-)
Am Tag darauf stand dann noch der Team-Sprint auf dem Programm (2 Läufer absolvieren je 3 Runden). Ich lief gemeinsam mit Heidi Widmer im ersten Halbfinal und Laurien stand mit Nadine Fähndrich im zweiten Halbfinal am Start.
Leider wurde Heidi Widmer bereits in der ersten Abfahrt von einer Konkurrentin bei einem Sturz mitgerissen und somit war ein Finaleinzug schon in weite Ferne gerückt. Trotzdem kämpften wir bis zum Schluss und ich hatte auch beim Teamsprint ein gutes Gefühl und sehr gute Beine.

Übergabe von Heidi Widmer auf Täz (nordicfokus)

Das Warten in der Wechselzone erfodert Konzentration, damit in der Hektik keine Fehler passieren.... (nordicfokus)
Täz unterwegs im Team Sprint (nordicfokus)
Laurien und Nadine verpassten den Einzug in den Final knapp. Leider konnte sich auch bei den Herren kein Schweizer Team für den Finalllauf qualifizieren.
Laurien unterwegs im Teamsprint (nordicfokus)
(nordicfokus)
Teamsprint - Hektik und wenig Platz ;-) (nordicfokus)

Auch Laurien hat sich im Teamsprint gut gefühlt und somit konnten wir beide mit einem guten Gefühl die lange Heimreise antreten...
Nun sind wir beide einige Tage zu Hause bevor es dann bereits wieder weitergeht. Wir werden euch wie immer auf dem Laufenden halten.. ;)
Bis bald,
Skilicious  - Täz und Lau